Hey Romy, was machst’n da? # 15 – Rückblick

Immer noch Zwangspause für das Vereinstraining. Umso mehr Zeit bleibt um mal zurückzuschauen. Vor ein bisschen mehr als einem Jahr mittlerweile, hieß es das erste Mal von meinen Freunden: Hey Romy, was machst’n da? Ein kleiner Zwischenstand… 

Wie lange es dauert Bewegungen zu automatisieren. Krass. Und umso abgefahrener wenn man merkt, dass es geht. Wenn ich mich zurück erinnere, wie das alles anfing, wie ich immer haargenau darauf achten musste, wie ich einen Schlag korrekt ausführe, ist auch wirklich das Handgelenk vorgespannt, stimmt die Schrittarbeit… Mittlerweile denke ich darüber fast nicht mehr nach. Ich sage bewusst fast, denn komplett automatisiert sind diese Sachen nach wie vor nicht, vor allem, wenn die Techniken schneller werden.

Was mir beim Modern Arnis oder FMA allgemein gefällt: Bewegungen bewusst ausführen, wahrnehmen was die Hüfte macht, die Arme, die Füße; wie stehe ich? Wo ist meine Waffe? Ich habe keine? Dann kann ich die Bewegungsabläufe, die ich mit Waffe machen würde, adaptieren auf mit ‚ohne‘ quasi.

Was noch? 

Die erste Frage, die man zum Thema Kampfkunst gestellt bekommt: Welchen Gurt hast du denn? Die Antwort nach einem Jahr: den weißen. Der erste Schülergrad. (HRWMD #7). Aber für mich ist es tatsächlich kein Ansporn die Gürtelfarbe so schnell es geht zu ändern. Es sind nette Zwischenziele und zeigen visuell, was ich schon kenne bzw. kennen sollte – wichtig z.B. auf Lehrgängen (HRWMD # 1, #2  und #9.). Lehrgänge… Immer gut um aus dem eigentlichen Prüfungsprogramm-Rahmen mal auszubrechen. Sei es aus dem Modern Arnis Programm nach Prof. Remi Presas, was ich bisher bei Sven Barchfeld und Datu Dieter Knüttel trainiert habe oder andere Stilrichtungen, in die ich mal reingeschaut habe, wie zum Beispiel Kalisilat Evolution bei Julia Pattis oder Nickelstick Balintawak bei Philipp Wolf. In letzterem habe ich auch das Labsika Stick Level (also die erste Schülerstufe) abgeschlossen. 

Ich erkenne mittlerweile viele Techniken wieder. Die Konzepte dahinter fange ich an zu verstehen. Ich betone, ich fange damit an. Sie zu verstehen und auf Reaktion anwenden zu können, ist für mich die hohe (Kampf-)Kunst.

Bei so vielen Techniken, die ich gesehen und gezeigt bekommen habe, hieß es: ach das kommt mit der Zeit. Das ist so. Und besagte Zeit ist leider noch nicht gekommen. In dem Jahr habe ich sehr viel gelernt. Unbewusst auch Geduld. Geduldig eine Sache nach der anderen lernen, üben, vielleicht wieder vergessen um beim nächsten Mal festzustellen: Ah ja, stimmt, so war das. Dann den nächsten Schritt gehen. Ich denke, das ist das, was es schwierig macht, länger dabei zu bleiben. Aller Anfang ist durch die Breite des Programms eine ganz schöne Durststrecke, die man überwinden muss. Ich bin da noch lange nicht durch, aber mega gespannt wie’s weitergeht… Und das hoffentlich bald!

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